FSV Jägersburg - Frauenabteilung
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Die Geschichte
Der Frauenfußball hat in Jägersburg Geschichte

Gegründet wurde das Team, das damals noch „Damenfußball“ spielte, im Jahre 1969 also vor 32 Jahren. Es war eines der ersten Teams in unserem Raum, der DFB ließ Damenfußball erst offiziell ab 1971 zu. Ein Gründungsmitglied war unter anderen Hildegard Emser, die sowohl Spielerin als auch Betreuerin der Mannschaft war. Noch heute ist sie vielfältig für das Team tätig, ob als Betreuerin von Mädchenteams, beim Mitveranstalten und Helfen beim Sportfest, beim Trikotwaschen für alle Teams und vielen anderen Dingen. Hildegard war als Libero mit 49 Jahren 1983 beim Aufstieg in die Landesliga noch in allen Spielen dabei und hat ihr letztes Spiel beim FSV Jägersburg mit 52 Jahren gemacht !! Im letzten Jahr wurde sie für ihre Leistungen vom DFB mit der Ehrenamtsuhr ausgezeichnet.

Die Jägersburger „Damen“ waren damals schon sehr ehrgeizig. Sie legten 2 Jahre lang eine ununterbrochene Erfolgsserie hin und verloren in 48 Spielen – damals noch alles Freundschaftsspiele – kein einziges Mal. Viele Zuschauer lockte der „Damenfußball“ damals auf den Fußballplatz. So spielten die Jägersburger vor ca. 3000 Zuschauern beim ASV Landau und gewannen 3:0.

Der Frauenfußball hatte damals in der Pionierzeit noch mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Mädchen, die fußballspielen wollten erhielten von ihren Eltern oft noch Verbote „Ein anständiges Mädchen tut das nicht“, oder „für unsere Tochter ist Tennis doch die bessere Sportart“ oder wie eine Mutter eines Talents meinte „vom Fußballspielen kriegt man nur dicke Beine“. Viele Männer konnten sich nicht vorstellen, dass Frauenfußball nicht anders wie Männerfußball ein Teamsport ist, der bis dahin lediglich keine Chance, geschweige denn Förderung erhalten hatte. In vielen Vereinen wurschtelte man weiter wie bisher, an erster Stelle kam der Männerfußball, der Frauenfußball war bestenfalls das 5. Rad am Wagen.

Nicht so in Jägersburg. Hildegard Emser unternahm alles um eine konkurrenzfähige Truppe zusammenzustellen. Sie war sich nicht zu schade um mehrmals in der Woche ihre Talente zum Training und zu den Spielen abzuholen und wieder heimzubringen. Sie fuhr die jungen Talente zu den Lehrgängen der Saarauswahl, unterstützte sie wo immer es ging, spielte selbst noch mit, organisierte und half bei allen Veranstaltungen.

Beim FSV Jägersburg waren seither viele Talente tätig. Bereits 1975 übernahm Arno Auffenfeld die neu gegründete Mädchenmannschaft und fing damit an, den Nachwuchs auszubilden. Es dauerte nicht lange und die ersten Talente kamen nach Jägersburg. Mit Patrizia Grigoli kam 1978 ein zwölfjähriges Talent zum FSV Jägersburg, dem damals gemeinsam mit ihren jungen Freundinnen, die ebenfalls aus Bruchmühlbach kamen, direkt der Sprung in die erste Mannschaft gelang. In der Jugend wurde man auf Anhieb Saarlandmeister. Als 1979 Arno Auffenfeld die erste Mannschaft übernahm blieben die Erfolge nicht aus. Die blutjunge Truppe spielte direkt in der Bezirksliga Ost vorne mit, wurde aber dreimal hintereinander nur Vizemeister. 1983 gelang die Meisterschaft und der Aufstieg in die Landesliga, damals die höchste Klasse in Deutschland (Der Saarlandmeister spielte um die Deutsche Meisterschaft mit). Ab 1985 belegte das Team 5-mal hintereinander hinter dem VFR Saarbrücken den 2. Tabellenplatz, allerdings schlug man die Saarbrücker 1986 und 1987 jeweils im Endspiel um den Saarlandpokal. 1987 war erstmals auch die heutige Verbandstrainerin Margret Kratz als Rechtsaußen beim VFR dabei. Im DFB-Pokal zog man mit Siegen gegen TuS Niederkirchen und den SV Husum (Schleswig-Holstein) 2-mal in das Viertelfinale ein, wo gegen Bayern München und den Hamburger SV jeweils Endstation war. Gegen Bayern München spielte man vor 700 Zuschauern im Homburger Waldstadion.

Seit der Gründung der Bundesliga im Jahre 1990 spielte man nur noch zweitklassig. Die Mannschaft wurde jedoch 3-mal hintereinander Saarlandmeister und spielte 4-mal die Bundesliga-Aufstiegsrunde mit, jedoch ohne sich auf das große und teure Ziel voll zu konzentrieren. Dennoch gelangen auch dort schöne Siege gegen Bad Neuenahr und andere Meisterteams.

1996 war das Team bei der Gründung der Oberliga Südwest dabei, erreichte im 2. Jahr den 4. Tabellenplatz und verlor im darauffolgenden Jahr 7 Spielerinnen. Da diese nicht zu ersetzen waren, war der Abstieg 1998/99 nicht zu vermeiden. Doch auf Anhieb erkämpfte man sich mit dem Restteam in der Verbandsliga die Meisterschaft 2000, an der Sabine Aukschun, die langjährige Spielführerin, die inzwischen ebenfalls seit 20 Jahren beim FSV erfolgreich spielt mit 25 Treffern erheblichen Anteil hatte.

Dann kam die Saison 2001 und mit ihr kehrte die inzwischen 50-fache Nationalstürmerin Patrizia Brocker als Spielertrainerin zum FSV zurück, eine neue Erfolgsserie kann nach dem Aufstieg beginnen.

Regionalliga und 2. Bundesliga – die Abteilung wächst

In der Regionalliga wurde die junge Brocker-Truppe auf Anhieb Vizemeister hinter dem ehemaligen Deutschen Meister TuS Niederkirchen, denen in der Qualifikation auch der Aufstieg in die Bundesliga gelang. Auch in den beiden darauf folgenden Jahren wurde man jeweils 2. einmal hinter dem 1. FC Saarbrücken, der es ebenfalls in die Bundesliga schaffte und danach wieder hinter der wieder abgestiegenen TuS Niederkirchen. Die 2. Bundesliga wurde 2005 gegründet und der FSV Jägersburg hatte sich als 2. der Regionalliga Südwest sportlich direkt qualifiziert. Auch die finanzielle Lizenzierung gelang, was jedoch für einen kleinen Verein wie den FSV Jägersburg immer ein großer Aufwand ist.
In den 3 Jahren Regionalliga war man 3-mal Saarlandpokalsieger geworden und hatte den Rekord inzwischen auf 7 Saarlandpokalsiege geschraubt. Zu erwähnen bleibt neben den vielen guten Leistungen vor allem Michaela Hemmer, die in jedem Spiel mit unnachahmlichem Tempo im Mittelfeld die Fäden zog und viele Tore für ihr Team erzielte. Aber auch die Spielertrainerin Patrizia Brocker war jedes Jahr bei den Torschützenköniginnen der Regionalliga dabei, obwohl sie nie alle Spiele mitmachte. Mit dem Aufstieg in die 2. Liga Süd erreichte die Abteilung ein neues Plateau. Der DFB gab ordnerweise Vorschriften vor, der Anreiz in Jägersburg Fußball zu spielen wuchs vor allem bei vielen Nachwuchs­spielerinnen in der näheren und weiteren Umgebung. Die Zahl der Juniorinnenteams stieg auf 4, eine 2. Frauenmannschaft war bereits seit 1999 wieder aktiv. Auch die 2. Mannschaft feierte 2 Meisterschaften hintereinander und spielte ab 2003 in der Verbandsliga.
Im Sommer gelang ein fantastischer Start mit dem 2:1 Pokalsieg in Jena. Am folgenden Sonntag erfuhr man jedoch leidvoll wie hoch die Favoritenrolle sein kann und verlor durch ein unglückliches Gegentor in Leipzig in der 89. Min. mit 2:1. Dennoch startete die Runde verheißungsvoll und nach 6 Spieltagen lag der FSV Jägersburg auf Platz 3 der Liga. Danach gab es leider nicht mehr so viele Punkte. Vor allem in der Rückrunde verlor man einige entscheidende Spiele, sodass am Ende 2 Siege gegen Abstiegskandidaten notwendig waren, um die Klasse zu erhalten, was als 9. auch gelang.
In der Saison 2006/07 war jedoch die „Fußballgöttin“ nicht mehr auf Jägersburger Seite. Verletzungen und Schwangerschaften entscheidender Spielerinnen und der Verlust weiterer führte zum Abstieg in die Regionalliga, der dennoch am letzten Spieltag in Aue hätte abgewendet werden können, was jedoch nicht gelang. Der FSV Jägersburg ist in der Saison 2006/07 wieder in der Regionalliga und versucht mit seinem hoffnungsvollen Nachwuchs in den nächsten Jahren den Wiederaufstieg in die Bundesliga. Im Nachwuchsbereich sind inzwischen viele Talente herangereift, die C-Juniorinnen wurden 2005/06 Saarlandmeister und Saarlandpokalsieger. Einen großen Teil der Verdienste in der Nachwuchsarbeit hat sich Julia Auffenfeld erworben, die seit 3 Jahren als C-Schein-Inhaberin den jüngsten Nachwuchs trainiert und erfolgreich in die Aufgaben einer Leistungsfußballerin einführt.
Die Abteilung ist inzwischen natürlich gewachsen. Neben Abteilungsleiter und Jugendtrainer Arno Auffenfeld und den Trainerinnen Patrizia Brocker und Julia Auffenfeld sind seit längerem Ralf Molter als Co-Trainer und in der Verwaltung Michael Brocker, als Kassiererin Gerlinde Emich und wie schon seit eh und je Hildegard Emser tätig, um nur die die wichtigsten langjährigen Mitarbeiter/innen zu nennen. Viele zusätzliche Helfer und vor allem die Eltern der Spielerinnen und Jugendspielerinnen unterstützen dankenswerterweise tatkräftig die Abteilung. Der Förderverein wurde wieder mit dem Schwerpunkt Mädchenfußball reaktiviert und hier haben sich vor allem Klaus Barthel, Axel Schott und Elke Jung als treibende Kräfte und Vorsitzende bewährt.
Zuletzt bleibt noch anzumerken, dass der Gesamtverein FSV Jägersburg vor allem dank seiner Sponsoren mit seiner vorbildlichen Sportanlage inzwischen zu einem der beachtenswertesten Vereine der Region geworden ist, was die Arbeit in der Abteilung immer fördert.

Der Verein ist inzwischen auf über 400 Mitglieder angewachsen, in der Abteilung Frauen und Juniorinnen sind allein 80-90 aktive Fußballerinnen tätig. Die Entwicklung verlief in den letzten beiden Jahren rasant nach oben. Die Mitgliedschaft kostet für Jugendliche 2,50 € und für Erwachsene 4 € pro Monat.

Der FSV Jägersburg hat jeweils ein B-J Team (Jg. 90/91: 11-er Mannschaft in der Verbandsliga), die in diesem Jahr bereits Pflichtfreundschaftsspiele für die geplante B-Juniorinnen-Regionalliga austrägt, 2 C-J Teams (Jg. 92/93, eine D-J (Jg. 94/95 und voraussichtlich 1 E-J (Jg. 96 und jünger).

Ansprechpartner

Frauen: Patrizia Brocker 06372-993309 Juniorinnen: Julia und Arno Auffenfeld 06841-79222.

Training Frauen bis B-J: Sportzentrum Homburg-Erbach: MO, MI, Fr jeweils 19:00 bis 20:30

Training Juniorinnen: Alois-Omlor Sportzentrum Jägersburg: MO, MI jeweils 18:00 Uhr (im Sommer bitte nachfragen).

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